Original oder Fälschung?

Vom angesagten Designer bis zum edlen Wein. Plagiate beliebter Marken boomen - gefälscht wird ohne jeden Skrupel. Taschen, Handys oder Badezimmerarmaturen, selbst gefährliche Arzneimittel und gesundheitsbedenkliches Baby- und Kinderspielzeug überschwemmen den weltweiten Markt.

Wenn der Preis nur gering genug war und das Produkt als Statussymbol bekannt genug, dann sehen viele Käufer von Plagiaten ihr Ansehen bei Freunden und Verwandten nicht gefährdet. Doch die Zeiten in denen nur billige Imitationen von Designer-Handtaschen und Luxusuhren aus dem Urlaub mitgebracht wurden sind vorbei.

Kaum ein Wirtschaftszweig, der nicht von Produktpiraterie betroffen ist. Gefälscht wird vom Polohemd über Salzstreuer, Flugzeugteile, Spielzeug, Medikamente und Medizinische Instrumente alles bis hin zur Küchenausstattung. Was jedoch bei nachgemachten Louis Vuitton Handtaschen "nur peinlich" ist, kann bei imitierten Medikamenten zu lebensbedrohlichen Situationen führen.

Sammeln von Bildkunst und Fälschungen

Wer sich für bildkünstlerische Arbeiten interessiert und sich von Zeit zu Zeit den Ankauf einer Zeichnung, einer Druckgrafik oder gar eines Aquarells, eines Gemäldes, vielleicht sogar einer Plastik leistet, wird daran viel Freude empfinden, kann doch auf diese Weise das heimische Umfeld ganz individuell, gleichsam unverwechselbar geschmückt werden. Manch einer wird sich allmählich aufs systematische Sammeln ausrichten.

Es empfiehlt sich, nicht wahllos vorzugehen, sondern sich auf bestimmte Zeiträume, Sujets, Techniken und Stilrichtungen festzulegen, um eine gewisse innere Ordnung anzustreben. So wären beispielsweise druckgrafische Arbeiten der Moderne aus der der ersten oder zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts (bei letzterem Teilbereich dann auch der Postmoderne) denkbar. Natürlich ist es auch imposant, sich auf einzelne Themen oder Genres, auf das Werk bestimmter Künstler in einzelnen Schaffensphasen oder auf markante Stilrichtungen; Handschriften und Schulen zu konzentrieren. Dem Metier des Sammelns von Bildkunst sind da kaum Grenzen gesetzt. Man denke etwa an niederländische Stadt- und Dorfszenen, an russische Ikonen oder an Meisterwerke des Holzschnitts in der Gegenwart.

Beim Erwerb von Bildern und Plastiken ist man mitunter der Gefahr ausgesetzt, auf Fälschungen, die oft nur schwer von Originalen zu unterscheiden sind, hereinzufallen. Am wenigsten kommt man in eine Situation, wenn es möglich ist, ein Blatt oder eine Skulptur direkt vom Künstler in seinem Atelier zu erhalten. Seriöse Verkaufsgalerien bieten in den allermeisten Fällen die Gewähr dafür, dass es sich bei dem angebotenen Werken auch um Originale und nicht um Fälschungen handelt. Bei sehr teuren Arbeiten hochrangiger Künstler,so der namhaftesten Vertreter des deutschen Expressionismus aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts, ist es bei angebrachtem Zweifel über die Echtheit angeraten, eine Expertise zu erbitten.

Wer sich lange genug mit dem Sammeln auf seiner Spezialstrecke beschäftigt, wird durch häufige Museums- und Galeriebesuche, vor allem jedoch durch den Umgang mit entsprechender Fachliteratur hinreichend Kenntnisse und Fähigkeiten entfalten, Fälschungen von Originalen zu unterscheiden. Dazu ist ein gewisses Training kontinuierlich fortgesetzter Anschauung erforderlich. Für den jeweiligen Künstler charakteristische Linienführung, Komposition, Palette, Farbklang, Art und Stelle der Signatur können dabei eine Rolle spielen. Wenn dennoch Zweifel aufkommen, sollte ein Experte hinzugezogen werden. Zahlreiche Museen verfügen über exzellente Fachkräfte, die gerne Auskünfte erteilen. Für nicht wenige berühmte Künstler existieren sogar eigens museale Einrichtungen, in denen neben der Ausstellungstätigkeit wissenschaftlich gearbeitet wird. Genannt seien auf diesem Felde nur die Ernst-Barlach-Gedenkstätten in Güstrow, das Käthe-Kollwitz-Museum in Berlin und das Gerhard-Marcks-Haus in Bremen.

Eine bildkünstlerische Arbeit ausschließlich nach Betrachtung eines Fotos zu erwerben, könnte sich letztendlich als riskant erweisen. Noch brisanter erscheint der unwiderrufliche Kauf auf der Basis einer Bildschirmstarstellung (wie bei ebay), wenn nicht dazu genügend Daten bereitgestellt werden, die Verlässliches über das Angebot aussagen und belegen. In solchen Fällen vermeidet man eigenen Schaden, wenn der Kauf nur unter dem Vorbehalt einer nachträglichen persönlichen Prüfung hinsichtlich der Echtheit erfolgt.

 

 

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Kein Hamburger ohne Gentechnik bei McDonald’s
Bei McDonald’s weiß man, dass die Mehrheit der Verbraucher Gentechnik bei der Lebensmittelproduktion ablehnt. Bei Rind- und Schweinefleisch sei eine nachhaltige Versorgung mit Tierfutter ohne gentechnisch veränderte Pflanzen jedoch nicht möglich, heißt es seitens des Konzerns. Und genau das stimmt nicht!

Der Weltmarkt bietet ausreichend gentechnikfreies Soja an. Ein entsprechendes Lieferangebot einer brasilianischen Firma für die von McDonald’s Deutschland benötigten Mengen liegt foodwatch vor. McDonald’s kann von seinen Fleischlieferanten den sofortigen Einsatz von gentechnisch unverändertem Soja verlangen. Für einen Hamburger würde dies Mehrkosten von nur 1,4 Cent bedeuten.

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McDonald’s bewirtet täglich etwa 2,4* Millionen Gäste in Deutschland. Die Wünsche dieser Gäste, so betont McDonald’s, seien entscheidend. Der Konzern muss handeln. Bringen Sie McDonald’s auf Trab! Teilen Sie McDonald’s mit, dass nur Futtermittel ohne gentechnisch veränderte Pflanzen auch Burger ohne Gentechnik ergeben.

Akte 2010: Michael Bardenhagen & Online-Downloaden.de

Plagiarius

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Jedes Jahr auf´s neue wird er verliehen und keiner will ihn haben. Der Plagiarius wird jährlich von der Aktion Plagiarius e.V. an die dreistesten Fälscher und Nachahmer verliehen. (Foto: Plagiarius e.V.)

Akte 2010: Rattan-Center-Online